Gleiserneuerung zwischen Weiherhammer und Weiden: 24/7 im Einsatz für die DB InfraGO AG
13.05.2026Im Auftrag der DB InfraGO AG realisiert SWIETELSKY derzeit eine umfassende Gleiserneuerung auf der Strecke Weiherhammer – Weiden. Die Arbeiten laufen im Zeitraum vom 13. April 2026 bis 28. Mai 2026 und werden unter anspruchsvollen Rahmenbedingungen im 24/7-Betrieb ausgeführt.
Die Baumaßnahme umfasst insgesamt 7.154 m Gleisumbau einschließlich Bettungsreinigung, teilweiser Planumsverbesserung sowie dem konventionellen Einbau einer PSS. Im Zuge des maschinellen Gleisumbaus werden im Fließbandverfahren insgesamt 11.660 Neuschwellen eingebaut. Dazu zählen 11.405 Stück B70, 126 Stück B90, 43 Kunststoffschwellen, 68 Stück FS 150 W-S54 SO sowie 18 Fangvorrichtungen.
Ein weiterer Bestandteil des Projekts ist die Umstellung der Schwellenteilung von 65er auf 60er Teilung, wodurch weniger Altschwellen ausgebaut als Neuschwellen eingebaut werden. Darüber hinaus wurden bereits 1.747 m TE gespült und mit der Kamera befahren. Bis zur Wiederinbetriebnahme sind außerdem noch 78 Hektometertafeln auszutauschen.
Umfangreiche Leistungen im Gleis- und Tiefbau
Zu den wesentlichen Projektleistungen zählen:
- 7.154 m maschineller Gleisumbau
- 1.898 m Planumsverbesserung mit der PM 200-2R
- 4.038 m Bettungsreinigung mit der RM 85–750
rund 4.250 t aus dem Gleiskörper entfernte Bettungsrückstände - 3.252 m Herstellung eines Randwegs nach Vorgaben der DB
- 1.712 m Profilierung von Bahngräben
- 111 Gleisvermarkungspunkte für die dauerhafte Gleisvermarkung
Erneuerung von 2 Bahnübergängen
Die Bettungsreinigung erfolgte in drei Tagschichten. Dabei wurden die Bettungsrückstände mit 9 MFS der Firma Eurailpool zur Bereitstellungsfläche transportiert. Im Anschluss stellte ein „verlorener“ Stopfgang mit der 09-4X die Befahrbarkeit des Gleises für Schienenfahrzeuge sicher.
Der maschinelle Gleisumbau erfolgt mit der RUS 1000 S auf einer Länge von 7.154 m in fünf geplanten Tagschichten.
Ergänzende Arbeiten im konventionellen Verfahren
Ergänzend zum maschinellen Umbau werden auf einer Länge von 732 m Arbeiten im konventionellen Verfahren ausgeführt. Auf 660 m wurde der Gleisrost jochweise mit dem KRC 1200 ausgebaut, verfahren und für den Wiedereinbau seitlich gelagert. Nach dem vollständigen Ausbau der Altbettung und einer Kampfmittelsondierung wurde ein neues Verlegeplanum mit Neuschotter hergestellt. Anschließend wurden die zwischengelagerten Altjoche wieder aufgenommen, längsverfahren und als Lückenschluss montiert.
Zusätzlich übernimmt die Firma SaFeG als Nachunternehmer die Planung, statische Berechnung und den Einbau von 432 m Randwegkonstruktion.
Hohe Anforderungen an Vorbereitung und Logistik
Eine besondere Herausforderung des Projekts war die sehr kurze Vorbereitungszeit, da der Auftrag kurzfristig vergeben wurde. Entsprechend hoch waren die Anforderungen an Arbeitsvorbereitung, Materialdisposition und organisatorische Abstimmung.
Für die Durchführung der Maßnahme wurden außerdem drei Lagerflächen für die Bereitstellung von Alt- und Neumaterial benötigt, angemietet und hergestellt. Diese Flächen sind ein wesentlicher Bestandteil der Baustellenlogistik und sichern den reibungslosen Ablauf der Arbeiten.
Für eine außergewöhnliche Randbedingung sorgte zudem eine kurzfristige militärische Übung der Bundeswehr im Bahnhof Weiden. Dort wurde die Verladung von Militärtechnik auf Bahnwagen geübt. Auch die Baustellenlogistik war hiervon zeitweise betroffen und erforderte zusätzliche Abstimmungen sowie ein hohes Maß an Flexibilität aller Beteiligten.
Gemeinsam für leistungsfähige Bahninfrastruktur
Das Projekt Weiherhammer – Weiden zeigt einmal mehr, wie entscheidend präzise Planung, leistungsfähige Maschinentechnik und eingespielte Teams für die erfolgreiche Umsetzung komplexer Bahnbaumaßnahmen sind.
Unser Dank gilt allen Kolleginnen und Kollegen sowie unseren Partnerunternehmen, die dieses anspruchsvolle Projekt mit großem Engagement, hoher Fachkompetenz und vollem Einsatz realisieren.


