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Präzision unter engen Rahmenbedingungen: Brückenbau in Dresden

23.04.2026

Unsere Niederlassung Sachsen realisiert für die Stadt Dresden ein anspruchsvolles Brückenbauprojekt an der Fabricestraße. Nach dem erfolgreichen Rückbau des Bestandsbauwerks über den Anlagen der Deutsche Bahn AG entsteht derzeit unter herausfordernden Bedingungen im unmittelbaren Bahnumfeld eine neue Brücke.

Rückbau im Takt des Bahnbetriebs

Ein zentraler Meilenstein wurde im April erreicht: Der Rückbau des bestehenden Überbaus aus Spannbetonbalken mit Ortbetonplatte erfolgte präzise in den vorgesehenen Nachtsperrpausen. Die Arbeiten mussten exakt auf den laufenden Bahnbetrieb abgestimmt werden – ein hohes Maß an Planung und Koordination war dabei entscheidend.

Umfangreiche vorbereitende Maßnahmen

Bereits im Vorfeld wurden die Voraussetzungen für einen reibungslosen Bauablauf geschaffen. Dazu gehörten die Errichtung einer Hilfsbrücke sowie die Herstellung von Hilfsflügeln aus rückverankerter Spundwand mit Bohrpfahlgründung. Diese Maßnahmen ermöglichten es, den Rückbau sicher und effizient durchzuführen.

Technisch anspruchsvoller Rückbau

Der bestehende Überbau wurde mittels Betonschneidtechnik in Einzelbalken mit einem Gewicht von jeweils bis zu 60 Tonnen getrennt. Dabei blieb die Tragstruktur der Spannbetonbauteile unversehrt, und auch der elektrifizierte Bahnbetrieb wurde zu keiner Zeit beeinträchtigt.

Logistik unter beengten Verhältnissen

Das Ausheben der Betonbalken erfolgte in nächtlichen Sperrpausen mit einer Leistung von bis zu drei Hüben pro Nacht. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse zwischen angrenzenden Knotenpunkten wurden die ausgehobenen Elemente tagsüber direkt vor Ort zerlegt und abtransportiert. So konnten die notwendigen Lagerflächen für die jeweils folgende Nachtschicht wieder freigemacht werden.

Start des Brückenneubaus

Nach dem vollständigen Rückbau des Überbaus sowie der Auflagerbalken und Widerlager beginnt nun die nächste Projektphase: der Neubau der Brücke, der ab Mai umgesetzt wird.

Ein Projekt, das eindrucksvoll zeigt, wie wichtig präzise Planung, eingespielte Abläufe und technische Kompetenz sind – insbesondere bei Bauvorhaben im sensiblen Bahnumfeld unter laufendem Betrieb.